Die Frage betrifft wohl hauptsächlich solche Leute, die sich in
Deutschland erfolglos für einen Studienplatz beworben hatten und
jetzt nicht verfaulen wollen .... Daneben sind auch Leute
betroffen, die sich mit dem Gedanken an einen langen
Auslandsaufenthalt oder eine Auwanderung tragen. Die Antwort
hängt natürlich von ganz verschiedenen Faktoren ab:
- Eigene Neigung, sowieso irgendwann ins Ausland gehen zu wollen -- dann
nimmt man natürlich auch das Erwerben einer ganz anderen
Abschlußqualifikation in Kauf als die hiesige, und bezieht in
die Überlegungen wohl nicht nur studienorientierte Gesichtspunkte
ein, sondern auch private.
- Unbedingter Willen, ein Studium anzufangen und in Deutschland
fortzusetzen -- in dem Fall sollte man bereits vorher irgendwie
absichern, daß die in den USA erbrachten Studienleistungen an
einer deutschen Hochschule anerkannt werden. Das wiederum ist stark
vom Einzelfall abhängig und sicher recht schwierig, d.h.
erfahrungsabhängig. [[Hat jemand einen
Erfahrungsbericht?]] Aber durchaus eine Möglichkeit!
- NC-Druck -- Um den deutschen NC zu umgehen ist ein Auslandsstudium nur
einer sehr bedingt geeignete Alternative. "Klassische"
NC-behaftete Fächer (z.B. BWL, Jura oder Medizin) sind auch in
den USA sehr spezialisiert und teilweise für Studienanfänger
völlig unzugänglich (siehe Frage
Gibt es spezielle Information/Kontaktadressen o.ä. für mein Fach?). Folglich ist der Anwendungsnutzen eines Vollstudiums
in den USA sehr vorsichtig einzuschätzen. Ich will nicht
abschrecken -- nur vor übereiltem Enthusiasmus warnen!
Zu Bewerbungsproblemen siehe Frage
Wie läuft eine Bewerbung direkt bei einer Universität ab?. In
der Regel gibt es für Studienanfänger KEINE
Förderungsmöglichkeiten ins Ausland aus öffentlichen
Mitteln, also z.B. keine DAAD-Stipendien!