Grundsätzlich nein ... :-) :-(. Ausnahmen bestätigen die Regel. Keine mir bekannte amerikanische Universität verlangt z.Zt. WENIGER als ca. 3.500 Dollar pro Jahr an Studiengebühren ("tuition"), und dies ist der Preis für ein eher anspruchsloses, nur lokal oder regional bekanntes "community college". Bei den weltbekannten Schulen z.B. der "Ivy League" an der Ostküste und anderen renommierten Schulen können auch mehr als 35.000Dollar pro Jahr daraus werden. Dazu kommen Flüge, Lebenshaltung (regional stark unterschiedlich), diverse Pflichtversicherungen und nicht zuletzt ggf. der teure Dollarkurs, ganz zu schweigen von den Kleinigkeiten wie Auto und Reisen, auf die man vor Ort vielleicht nicht verzichten will. Einzelangaben bringe ich hier nicht, da die Erfahrungen zu unterschiedlich sind und die Beträge sich laufend ändern. I.d.R. sind diverse Stipendien (auch direkt von amerikanischen Unis oder anderen amerikanischen Förderungsstellen zu bekommen)/BAFöG "The way to go".
ACHTUNG: Dieser letzten Aussage haben seit der ersten Veröffentlichung dieses FAQ einige Leute qualifiziert widersprochen. Ihre jeweiligen Erfahrungen z.B. mit deutschen Stipendiengebern seien sehr negativ gewesen, und schließlich seien sie nahezu ohne institutionelle Hilfe von deutscher Seite mit einem großen Teil privater Finanzierung in den USA gelandet. Solche Fälle kommen sicherlich vor.
Dennoch bleibe ich dabei, daß die meisten deutschen Studierenden, die in die USA gehen, meist kein volles Degree Program absolvieren, oder nicht für länger als ein oder zwei Jahre bleiben wollen, und daß daher "kürzere" Stipendien vorzuziehen sind.
Man ziehe aber NICHT den Fehlschluß, daß je teurer die Uni ist, sie desto besser für einen persönlich sei. Das ist sicher so nicht richtig. Geld wollen sie alle. Wieviel genau kann am besten den jährlichen Katalogen entnehmen, die z.B. in den Amerika-Häusern ausliegen (siehe Frage Amerika-Häuser u.a. und Bibliographie). Wenn ihr in den Katalogen nachschlagt, beachtet bitte, daß alle Ausländer die Tuition für "out-of-state students" zahlen, da ihr ja keine Steuerzahler innerhalb des Bundesstaates seid, in dem ihr studieren wollt.
Wenn die Eltern oder andere Teile der Familie in der Lage sind, so was zu finanzieren, um so besser :-). Wenn man zu seinem Schritt über den Teich entschlossen ist und keine Stipendien- oder Förderungsmöglichkeiten hat, sollte man jede andere Möglichkeit ausnutzen.
Eine Menge Information zum Thema enthält die
"Financial Aid Information page"
von Mark Kantrowitz <mkant+ at cs.cmu.edu>.
Diese Seite ist zwar auf
amerikanische Verhältnisse zugeschnitten, dennoch finden sich
dort auch Informationen fuer ausländische Studierende. Die
folgenden, von dieser Seite abzweigenden URLs scheinen mir wertvoll zu
sein:
Ohne jede Gewähr für ihre Nützlichkeit und/oder Seriösitaet gebe ich außerdem die folgenden URLs weiter: